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// Eisberg

Eisberge habe ich sehr wenig gesehen – wenn man einmal von dem Flug absieht.
Im Nachhinein betrachtet auch logisch: es war zu lange zu kalt, als daß die Gletscher hätten kalben können.

Wenn ich meine Route geschafft hätte, wäre das geringfügig anders gewesen: es war ja ursprünglich durchaus geplant, an einem Gletscher vorbeizukommen. Auf dem Rückflug hatte ich auch freie Sicht dahin. Aber: es hat nicht so sein sollen 🙁

An der westgrönländischen Küste waren die Eisberge hingegen ein Problem für die Kreuzfahrten: die Eisberge waren dann zur Hauptsaison so zahlreich, daß die Kreuzfahrtschiffe gar nicht durchgekommen sind und umkehren mußten. Bis zur Discobay sind die Kreuzfahrtschiffe Ende Juni nicht mehr gekommen, wie ich am Ende meiner Grönlandtour im Wartesaal des Flughafens in einer Zeitung lesen durfte.

Für mich beruhigend: wenn ich mich (allen Vorbehalten zum Trotz) auf so ein Kreuzfahrtschiff begeben hätte, wäre mein Grönlandurlaub auch ins Wasser gefallen.

Egal, so ein Eisberg ist schon recht beeindruckend. Wenn ich den am Abend vorher fotografiert hätte, wäre er sogar noch beeindruckender gewesen: über Nacht ist der umgekippt. Die Formen waren interessanter, als das hier:

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// Vor dem Sturm

Halt, stopp….! Ich muß mich geringfügig korrigieren: ich habe tatsächlich ein Foto aus stürmischen Nacht. Allerdings ein paar Stunden, bevor es los ging.
Der Wind war dennoch stark genug, daß ich davon aufgewacht bin. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinen Grund zur Sorge… also gibt es auch ein Foto.

Wie man an den Bergen sieht, bin ich nicht allzuweit gekommen. Der Weg war hier dank des Schmelzwassers und des Schlammes schon recht beschwerlich. An manchen Tagen habe ich schätzungsweise gerade mal 5 Kilometer Luftlinie geschafft.

Da kämpft man sich schon durch eine lebensfeindliche Welt, und dann kann man Nachts noch nicht mal in Ruhe schlafen. Wenn es kommt, dann kommt es knüppeldick…

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// Nacht

Einen Tag später sollte ich einen noch beeindruckenderen Nachthimmel sehen.
Leider hatte ich da keine Zeit und keine Hand frei, um zu fotografieren; ich war damit beschäftigt, möglichst schnell möglichst viele und möglichst große Steine zu schleppen. Ich wachte von einem Sturm auf, der mein Zelt wegwehen zu drohte. In jener Nacht durfte ich dann auch meinen Verbandskasten zweckentfremden: mit den Mullbinden habe ich dann die Zeltstangen verstärkt, eine gebrochene notdürftig geflickt und eine fehlende am nächsten Morgen vergeblich gesucht.

Der Himmel war in dieser Nacht – nun, feurig trifft es wohl am Besten. Die Wolken jagten in den aberwitzigsten Formen über den Himmel und das alles von unten rot-orange beleuchtet. Ich dachte im Halbschlaf echt, der Himmel brennt.
Wie gesagt: leider kein Foto, ich hatte andere Sorgen.

Das hier ist ein Schönwetterfoto – auch eine beeindruckende Kulisse, aber eben kein Vergleich zu dem Himmel, den ich ein paar Tage später sehen durfte (oder mußte – je nachdem 😉 )

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// Pest oder Cholera

Ich habe ja gerade eben noch ein Foto gefunden, der den Weg auf den Berggipfel des letzten Blogartikels zeigt.

Nach Möglichkeit habe ich mich für die wenigstens halbwegs schneefreien Strecken entschieden. In diesem Fall war die Idee eher suboptimal. Mit 26 kg Gepäck läuft es sich nicht sonderlich gut auf diesen großen Steinen.

Wenn mich meine Erinnerung nicht vollends täuscht, dann sieht man links oben auch noch die Spur, die ich (unfreiwillig) auf dem Hosenboden schlitternd hinterlassen habe…

Manchmal war die Entscheidung echt schwer: durch nassen Schnee vorwärtskämpfen oder auf unwegsamen und steinigen Gelände einen Weg suchen.
Meist fiel die Entscheidung auf den Schnee – das bedeutete zwar klatschnasse Socken/Schuhe/Hosen aber trotz allem einfacher zu laufen, als über Felsbrocken zu klettern.

An manchen Tagen war ich froh, wenn ich das Zelt endlich aufbauen konnte. Dies war so einer – auch wenn die Aussicht einiges entschädigt hat 😉

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// Schmelzwasser

So schön die Schneeschmelze in Grönland dank des Schmelzwassers auch ausgesehen hat, so sehr bereitete sie auch die meisten Probleme beim Wandern.

Die Schmelzwasserbäche, die ich gesehen habe, waren die harmlosen. Kritisch waren die Schmelzwasserbäche, die ich nicht gesehen habe, sondern nur gehört. Diese konnte ich dann unter der Schneedecke ersteinmal orten und dann hoffen, daß der Schnee bei einer Überquerung noch tragfähig war.

Meistens ging es gut, ein paar mal landete ich jedoch auch ein Stockwerk tiefer.

Ansonsten war das Schmelzwasser bestens geeignet, um Tee oder Suppe zu kochen. Besonders der Tee war dank des weichen Wassers extremst lecker 🙂

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