(c) by Broken Spirits
´╗┐
Remember
me?
Register Forgot Your Password?

// Verdun

Zuerst wurden die H├Ąuser reihenweise durch Kugelhagel und Brand zerst├Ârt; die D├Ącher st├╝rzten ein, durchl├Âcherte verbrannte Mauern st├╝rzten auf die Stra├če, in den Garten mitsamt ihren schiefen, krummen Dachgeb├Ąlk, ihrer gesch├Ąndeten Intimit├Ąt, ihren Bettresten und Matratzen. Der Gestank eines Massengrabs h├Ąngt in der Luft.
Nicht weit von den alten Toten des verw├╝steten zivilen Friedhofs, dessen Gr├Ąber offen liegen, liegen die neuen Toten in Horizontblau oder Feldgrau. Die Heftigkeit der K├Ąmpfe hat alles zersprengt. Die Granaten sind auf die mit dem Blut der K├Ąmpfenden getr├Ąnkten Ruinen niedergeprasselt. Sie waren ├╝bers├Ąt mit Leichen, von den Ratten schon angefressen und in einem fortgeschrittenem Zustand der Verwesung, ├╝bers├Ąt mit den ├ťberresten von Kriegsger├Ąt, verrosteten Gewehren, abgebrochenen Schaufeln, Stacheldraht.

[Dix mois a Verdun, Abbe Theillier De Poncheville]

Verdun ist eine friedliche Stadt. Wenn man heute durch Verdun l├Ąuft, f├Ąllt es ausgesprochen schwer, sich die Greuel, die sich vor hundert Jahren dort abgespielt haben, auch nur ansatzweise vorzustellen.

Es scheint fast so, als ob diese Stadt geradezu zwanghaft zur Normalit├Ąt zur├╝ckfinden will. Die Schrecken des ersten Weltkrieges sind dennoch allgegenw├Ąrtig: das Umland ist noch immer zernarbt von Sch├╝tzengr├Ąben und Granattrichtern, an quasi jeder Stra├čenecke gibt es Soldatenfriedh├Âfe, Monumente, Denkm├Ąler und im Umland komplett zerst├Ârte (und nicht wieder aufgebaute) Ortschaften, welche aber immer noch einen B├╝rgermeister haben.

Es finden sich ├╝berall Spuren dieser Glanzzeit der “Krone der Sch├Âpfung”.

Trotzdem: Verdun ist ein trauriger, friedlicher Wohlf├╝hlort (so widerspr├╝chlich das auch klingen mag) – und erinnerte mich von der Atmosph├Ąre her ein wenig an Ljubljana.

Foto(s) nur f├╝r registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// Schwarzwei├č und Analog….

Gestern war das irgendwie nicht zu fassen: der Fotodealer meines Vertrauens hatte Mittagspause und ich brauchte einen neuen Film (f├╝r die J├╝ngeren: Film ist die “Speicherkarte” in der Analogfotografie ­čśë ).

Schwarzwei├č interessiert mich gerade sehr – ich habe sogar noch uralte Fotos, da meine ersten Gehversuche in der Fotografie mit Schwarzwei├čfilmen begann. Das ist mittlerweile ├╝ber 30 Jahre her.

In dem Fotogesch├Ąft zwei Stra├čen weiter also nach einem Schwarzwei├čfilm gefragt, und die Antwort war: geht schneller, wenn ich einen Farbfilm kaufe, der dann digital auf Schwarzwei├č getrimmt wird. Echte Schwarzwei├čfilme m├╝ssen ja ins Labor geschickt werden und das kann drei Wochen dauern, bis das entwickelt sei.

WTF????

Mich st├Âren nicht die drei Wochen, das geht in Ordnung. Ich frage mich nur, was der Teil vorher soll?
Die ganzen Fotos kann ich mir auf CD brennen lassen und selber schwarzwei├č machen, sofern ich das m├Âchte.
Quasi unter Protest wurde mir dann kopfsch├╝ttelnd doch noch ein Schwarzwei├čfilm verkauft (welcher a) der Letzte vorr├Ątige war und b) auch noch teurer ist, als ein Farbfilm). Das mu├č ich nicht verstehen, oder?

Hier zwei ehemalige Analog-Farbfotos in Schwarzwei├č – am heimischen Rechner bearbeitet. F├╝r sowas brauche ich wirklich keinen Fotoladen.

(Die n├Ąchsten Schwarzwei├čfotos sind dann nat├╝rlich echt – wenn der Farbfilm, der gerade in der Kamera drin ist, dann mal voll ist ­čśë )

Foto(s) nur f├╝r registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// Stra├če

Foto(s) nur f├╝r registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// M├╝hle

Foto(s) nur f├╝r registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// Der Schatten an der Wand

Es ist Zeit f├╝r eine neue Kategorie: “Analog-Fotografie”.

Ziemlich witzig, die Umstellung von Digital auf Analog: der erste Blick nach dem Ausl├Âsen geht immer auf die Kamerar├╝ckseite, auf der sich kein Display befindet ­čśÇ
Also in Geduld ├╝ben und im Fotoladen meines Vertrauens steigt dann die Spannung. Die Sorge war unbegr├╝ndet, von 36 Fotos waren drei vergeigt, was ich aber auch vor Ort bereits gemerkt habe.

Ich kann’ s also noch… Lediglich bei der Belichtung mu├č ich ein bi├čchen anders korrigieren als bei meiner Digital-Kamera: tendenziell sind alle Fotos einen Tacken zu Dunkel – dieser Fehler ist jedoch nicht dramatisch. Es dauert etwas, bis Kamera und meine Wenigkeit ein “eingespieltes Team” sind.

Gefunden habe ich das Motiv im Herbst in R├Âbel (Mecklenburg) – die Wartezeiten sind also enorm, bis man das Foto in den H├Ąnden h├Ąlt. Andererseits: die Islandfotos sind ja auch noch nicht fertig. Der Zeitfaktor ist also analog auch nicht viel anders als in der Digitalfotografie… ­čśë

Foto(s) nur f├╝r registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.