(c) by Broken Spirits

Remember
me?
Register Forgot Your Password?

// Der Schatten an der Wand

Es ist Zeit für eine neue Kategorie: “Analog-Fotografie”.

Ziemlich witzig, die Umstellung von Digital auf Analog: der erste Blick nach dem Auslösen geht immer auf die Kamerarückseite, auf der sich kein Display befindet 😀
Also in Geduld üben und im Fotoladen meines Vertrauens steigt dann die Spannung. Die Sorge war unbegründet, von 36 Fotos waren drei vergeigt, was ich aber auch vor Ort bereits gemerkt habe.

Ich kann’ s also noch… Lediglich bei der Belichtung muß ich ein bißchen anders korrigieren als bei meiner Digital-Kamera: tendenziell sind alle Fotos einen Tacken zu Dunkel – dieser Fehler ist jedoch nicht dramatisch. Es dauert etwas, bis Kamera und meine Wenigkeit ein “eingespieltes Team” sind.

Gefunden habe ich das Motiv im Herbst in Röbel (Mecklenburg) – die Wartezeiten sind also enorm, bis man das Foto in den Händen hält. Andererseits: die Islandfotos sind ja auch noch nicht fertig. Der Zeitfaktor ist also analog auch nicht viel anders als in der Digitalfotografie… 😉

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// Roher Seehund

In Nuuk hatte ich auch Gelegenheit, rohen Seehund zu essen.
Aufgefallen ist mir dies durch blutrot gefärbtes Meerwasser – da bin ich dann mal hingeschlappt.
Es gab da wohl so eine Art “Seehund-Jäger-Contest” und die erlegten Seehunde wurden an die Umstehenden “verfüttert”.
Nach einigen Wochen Tütensuppe war es klar, daß ich mich da auch anstelle 😉

Nun, roher Seehund ist erstmal etwas gewöhnungsbedürftig. Zum Glück standen vor mir auch einige Touristen in der Schlange. Einige haben, als sie an der Reihe waren, dann doch im letzten Moment dankend abgelehnt, andere haben beherzt zugegriffen.
Deren Mimik habe ich dann mal beobachtet. Ausgespukt hat das Seehundfleisch niemand und die Mimik ging von skeptisch zu zweifelnd zu angenehm überrascht.

Seehundfleisch erinnert in der Konsistenz eher an Wackelpudding. Geschmacklich leicht salzig, der typische metallische Geschmack von Blut ist nicht vorhanden.
Alles in allem zwar ungewohnt, aber sehr lecker. Ich hab mich nach dem ersten Happen gleich nochmal angestellt 😉
Gegrillten Seehund gab es auch – der war aber eher so “naja”. Roh auf jedenfall einige Klassen besser.

Die Seehundjäger sind übrigens ausgesprochen geschickt: Innerhalb von wenigen Minuten war der Seehund gehäutet, ausgenommen und damit sozusagen verzehrfertig. Beeindruckend.

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// Nuuk (Godthåb)

Nuuk hat mir also eher weniger gerfallen, hier sind zwei Stadtansichten mit obligatorischen Baustellen.
Erstes Foto mit Blick auf den Hafen (und drei Baustellen, rechts außerhalb des Bildes wurde der Felsen weggesprengt, um den Hafen zu vergrößern).
Im zweiten Foto der alte Friedhof von Nuuk (im Hintergrund die obligatorische Baustelle).
Da in Grönland ja fast nichts wächst, werden die Gräber mit Plastikblumen geschmückt. Jedenfalls auf den neuem Friedhof – auf dem hier sieht es eher so aus, als ob er verwahrlost. Oder die Gummistiefel sind gerade ausverkauft… 😉

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

Die “Altstadt” hingegen war recht schön. Sieht ein bißchen so aus, als ob jemand Häuser einfach zufällig in die Landschaft gestellt hat.
Mit entsprechenden Bildausschnitt geht es sogar, die Hochhäuser auszulassen.

Sieht schön aus – etwas nervig waren jedoch die Drogendealer. Die sind recht aufdringlich und halten einem dann schon mal Chrystal Meth unter die Nase. Das Drogenproblem scheint da oben enorm zu sein.

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

Ansonsten ist Nuuk bunt, sehr bunt sogar. Die Farben der Häuser waren nach dem ganzen Weiß in der grönländischen Pampa ja schon recht erfreulich:

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// Grönlands Hauptstadt: Nuuk (Godthåb)

Nach etwas mehr als drei Wochen totaler Einsamkeit landete ich also wieder in Nuuk.

Die Stadt ist laut. Sie ist dreckig (das mag auch an dem späten Sommer liegen – auf den Straßen lagen aufgetaute Feuerwerkskörper rum. Die Reste von Silvester sind Ende Juni zu finden).
Die Stadt ist eine einzige Baustelle. Überall wird gehämmert und gebohrt und gesprengt: Ein einziger Bauboom – in Nuuk leben ca. 17000 Menschen was in etwa einem Drittel der Grönländischen Bevölkerung entspricht.

Den Inuit in Nuuk geht es zu gut – ein krasser Gegensatz zu Kusuluuk, wo die Passagiere auf dem Hinflug im Flughafengebäude quasi eingesperrt wurden, bis ein paar Euro oder dänische Kronen in den Kassen des Souveniershops wanderten.
Ich habe selten so eine Verschwendungssucht gesehen, wie in Nuuk.
Was dort an Müll rumsteht, was an Essen in den Restaurants stehengelassen wird, ist unglaublich.

Nuuk liegt an einer Bucht, also ein Halbkreis von Stadt. Es gibt keine Ausfallstraßen. Nuuk ist vollkommen isoliert.
Man verläßt die Stadt entweder mit dem Flugzeug, dem Helikopter oder einem Boot. Trotzdem hat jeder Einwohner im fahrtüchtigem Alter ein Auto.
Die längste Straße ist etwa 5-6 km lang und darauf staut sich der Verkehr, weil irgendwo Baufahrzeuge den Verkehr aufhalten.

Der ÖPNV ist besser als in meinem Wohnort: es gibt Busse vom Zentrum zum einzigen Vorort, es gibt Busse vom Zentrum zum Friedhof, es gibt Busse vom Friedhof zum Flughafen, es gibt Busse vom Flughafen zum Yachthafen, es gibt Busse vom Yachthafen zur Altstadt, es gibt Busse von der Altstadt zum einzigen Vorort und umgekehrt. Keine Busfahrt dauert länger als 20 Minuten und länger als 10 Minuten braucht man auf einen Bus auch nicht warten. Wenn das zu lange ist: es gibt auch Taxis noch und nöcher.
Für Strecken, die ich zu Fuß in weniger als 45 Minuten geschafft habe. Aber ich hatte ja auch Urlaub.

Knapp 17000 Einwohner + Touristen sind motorisiert unterwegs. Ich habe fast eine halbe Stunde warten müssen, um diese Tankstelle (es gibt noch eine zweite) ohne Autos fotografieren zu können:

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

// Abgehoben

Manchmal könnte man einfach in die Luft gehen. So ein Wochenende war heute. Am örtlichen Flughafen war “Tag der offenen Tür” und diese Gelegenheit habe ich für einen Rundflug genutzt.

Am Samstag hob ich also mit einer Einmotorigen ab. Da nicht genug Leute zusammenkamen, flog ich bei einem Schnupperflug mit. Also Flugschullehrer und ein Interessierter, der bisher wenig geflogen war. Aber: er hat das verdammt gut gemacht. Quasi ein Naturtalent. Der Fluglehrer hat nicht eingreifen müssen. Etwas lustig war es aber schon, als in 2 Kilometer Höhe der Landevorgang theoretisch geübt wurde. Heil herunterkommen sollten wir ja schon – und bei dem talentierten werdenden Piloten ist dieser natürlich gelandet. Trotzdem gab es einige “Trockenübungen”. Die Anweisungen hatte ich die ganze Zeit über Headset mithören können. Für mich als Fotografen nicht schlecht, denn diese Trockenübungen ergaben einige Perspektiven, die es bei einem “normalen” Flug nicht gegeben hätte.

Trotzdem war ich mit der Fotoausbeute des ersten Fluges eher unzufrieden – denn die Scheiben versauten mir das ein oder andere Foto, da ich hinten sitzen mußte, wo ich nicht zum Fenster hinausfotografieren konnte. Als Ausgleich gab es die ein oder andere Ehrenrunde, für meine Fotomotive.

Hier das Flugzeug der ersten Tour…

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

… und die Fotos aus dem Flugzeug heraus:

Foto(s) nur für registrierte Besucher sichtbar. Login bzw. Registrierung siehe oben im Header. Neue Fotos sind für vier Stunden auch für nicht-registrierte Besucher sichtbar. Zur Anmeldeseite.

Wie gesagt: nicht die beste Qualität, aber das ließen die Umstände leider nicht zu. Trotzdem: ein klasse Erlebnis! Mir blieb so immerhin der Fotografen-Gag erspart a la “Wie war der Flug? – Keine Ahnung, ich habe die Fotos noch nicht gesehen…”

Auch am Boden gab es einiges zu sehen – diese Fotos sind auf den nächsten Seiten (dieser Blogartikel ist aufgrund der Bilderflut auf mehrere Seiten verteilt). Am Ende dann der zweite Flug – mit einem Doppeldecker, Baujahr 1937. Sozusagen ein Cabrio der Lüfte. Und DAS hat alles bisherige an meinen Flügen übertroffen!