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// K├╝stenseeschwalbe

Diese Urlaubsanekdote ist einfach zu klasse, als da├č ich sie Euch vorenthalten k├Ânnte… :mrgreen:

Also… in der N├Ąhe des Campingplatzes, in dessen N├Ąhe ich die Fotos der K├╝stenseeschwalbe des letzten Blogeintrags fotografiert habe, gab es ein Restaurant. Dort wollte eine holl├Ąndische Familie dinieren. Die gesamte Bagage machte sich also ausgehfertig. Im Falle des Vadders hie├č das: Hemd, Krawatte und die Frau Gemahlin wollte ├Ąhnlich edel gewandet auf dem Campingplatz herumstolzieren.

Die gesamte Familie hat sich also in Schale geschmissen. Derweil versuchte ich, einige der zahlreichen K├╝stenseeschwalben fotografisch festzuhalten.

Eigentlich ist das in der Theorie ganz einfach: die Biester f├╝hlen sich recht schnell gest├Ârt und greifen alles an, was sich bewegt.

W├Ąhrend der Holl├Ąnder also f├╝r einen Campingplatz geringf├╝gig overdressed darauf wartete, da├č seine bessere H├Ąlfte endlich auch ausgehfertig ist, schaute er mir zu, wie ich die V├Âgel fotografierte.

Seine Frau war noch lange nicht fertig und dem Holl├Ąnder wurde langweilig. Ich ging zwischendurch zur├╝ck zu meinem Zelt und begutachtete meine Fotoausbeute. Der Holl├Ąnder nutzte die Gelegenheit, holte seine Kamera und fragte mich, wie man die Viecher denn am besten fotografiert.
Ich gab ihm als erstes den wichtigsten Tip: Immer mit Regenmantel fotografieren. Der Holl├Ąnder schaute kurz nach oben und angesichts des strahlend blauen Himmels erkl├Ąrte er mich f├╝r bekloppt. Weitere Tips wollte er von mir dann nicht mehr.

Nunja, der Regenmantel ist aber das Wichtigste – vor allem dann, wenn man mit Hemd und Schlips bekleidet ist.

So ein Luftangriff sieht in etwa wie folgt aus (der geneigte Leser m├Âge mir diese dilettantische Grafik verzeihen) :

Luftangriffe der K├╝stenseeschwalbe

Position (1) ist der Startpunkt des Luftangriffs. Die K├╝stenseeschwalbe fixiert hier ihr Ziel (den Kopf eines Fotografen zum Beispiel) und geht in den Sturzflug ├╝ber. Dabei wird lauthals geschrieen. Position (2) ist der Scheitelpunkt der geflogenen Parabel und die K├╝stenseeschwalbe geht wieder in den Steigflug ├╝ber, bis sie eine H├Âhe erreicht hat, die f├╝r den n├Ąchsten Angriff geeignet ist – Position (3). Allerdings wird die Richtung geringf├╝gig ge├Ąndert. Der zweite Anflug ist etwa orthogonal zum ersten Angriff: Position (4). Position (5) ist wieder der Scheitelpunkt der geflogenen Parabel und wieder ziemlich genau der Kopf des Fotografen. Wenn Position (6) erreicht ist, werden die Angriffe abgebrochen und die Seeschwalbe fliegt weg (Position (7)) und ein Mitk├Ąmpfer startet die n├Ąchste Attacke.

Soweit ist das alles recht harmlos. L├Ąstig vielleicht (insbesondere deshalb, weil die Biester schon mal mit dem Schnabel auf den Kopf hacken oder mit ihren Pfoten sich in den Haaren verfangen), aber so eine Flugroute eignet sich ja auch, um die Viecher abzulichten. Das ist schlie├člich alles sch├Ân vorhersehbar. Und: Die Biester kommen zu einem. Man braucht also nicht mal hinlaufen.

Kritisch ist jedoch Position (8): hier entleert die K├╝stenseeschwalbe n├Ąmlich ihren Darm. Die Flugbahn der Vogelschei├če habe ich rot eingezeichnet. Die Trefferquote (9) ist erstaunlich hoch. Das kann man sich durchaus so ├Ąhnlich wie die Bombenangriffe der Stukas im zweiten Weltkrieg vorstellen – inklusive des Gekreisches (bei einer Stuka hie├č das “Jerichotrompete”).

F├╝r meine Fotos bin ich also mit einem Regenmantel vor Vogelschei├če gesch├╝tzt einfach mal die Stra├če auf und ab gegangen. Es dauert nicht lange und eine M├Âwe flog ihre Luftangriffe. Bei gelungenen Fotos grinste ich wohl freudig und genau dieser Anblick hat den Holl├Ąnder dazu inspiriert, sich ebenfalls einmal an der Tierfotografie zu versuchen.

Er st├╝rmte ebenfalls auf die Stra├če, allerdings dauerte es ihm zu lange, bis die M├Âwen kamen. Er lief daher direkt in die Wiese hinein, wo die K├╝stenseeschwalben br├╝ten. Sofort stiegen mehrere Kampfgeschwader auf und etwa 30 bis 40 K├╝stenseeschwalben verteidigten ihre Brutpl├Ątze. Gleich der erste Angriff war erfolgreich: die Vogelschei├če landete genau im Genick des Holl├Ąnders und flo├č in seinen Hemdkragen. Volltreffer!

Einigerma├čen ├╝berrascht griff er mit der Hand ins Genick und betrachtete die Sauce, die danach an seinen H├Ąnden klebte. Als er begriff, da├č er gerade voll in die Schei├če gegriffen hatte, wischte er seine Hand reflexartig an seiner Ausgehhose ab.

Die n├Ąchsten Treffer folgten, aber ein echter Holl├Ąnder geht nicht ohne wenigstens ein Foto.
Das nun folgende Gemetzel ging etwa f├╝nf Minuten: die Seeschwalben schissen, was das Zeug hielt und der Holl├Ąnder fotografierte zur├╝ck.
Dann gab er sich geschlagen und kehrte ordentlich mit Ruhm bekleckert zum Zeltplatz zur├╝ck. Seine Frau war inzwischen ausgehfertig. Ich verstehe kein holl├Ąndisch, aber die angeregte Unterhaltung des weiblichen Parts der holl├Ąndischen Familie lie├č doch einige R├╝ckschl├╝sse auf den Inhalt des Gespr├Ąchs zu, als der Holl├Ąnder sich erneut umzog.

Am n├Ąchsten Tag konnte ich es mir nicht verkneifen, den Holl├Ąnder zu fragen, wie denn seine Fotoausbeute geworden ist.
Ich bekam folgendes zu sehen (in mehrfacher Ausfertigung) :

Broken Spirits | Fotografie
Broken Spirits | Fotografie

Soweit noch ganz normal, von dieser Sorte Fotos habe ich auch noch einige auf der Speicherkarte. Die absolute Kr├Ânung war jedoch das hier (ich habe es mit einem Zeichenprogramm meiner Wahl nachgestellt) und es war noch nie so schwer, ernst zu bleiben bei dem Anblick von unscharfer Vogelschei├če auf der Linse:

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Wenn der Kerl mich nicht f├╝r bekloppt erkl├Ąrt h├Ątte, als ich den Regenmantel erw├Ąhnte, h├Ątte ich ihm noch verraten, da├č der Autofokus vielleicht besser in einen schnellen Modus geschaltet wird (zum Beispiel ├╝ber das Sportprogramm), und das er den Bildausschnitt besser etwas gr├Â├čer w├Ąhlt. Vielleicht noch, da├č eine h├Âhere ISO sinnvoll ist, wegen der kleinen Blende und damit der Tiefensch├Ąrfe. Belichtungszeit <1/800. Und so weiter – dann w├Ąre vielleicht sowas bei raus gekommen:

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// Islands V├Âgel

Islands V├Âgel – an unterschiedlichen Orten w├Ąhrend des gesamten Urlaubs abgelichtet:

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Zu den nachfolgenden beiden Fotos gibt es noch eine lustige Ankedote, in der ein holl├Ąndischer Familienvater eine ma├čgebliche Rolle spielt. Dies aber im n├Ąchsten Blogposting ­čśë

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// Pl├Âtzlicher Hei├čhungeranfall in Island

Ich kann ja echt von Gl├╝ck reden, da├č mein knurrender Magen die Seehunde nicht erschreckt hat.
Ob ich jemals wieder Seehunde angucken kann, ohne pl├Âtzlich gewaltigen Kohldampf zu bekommen?
(Statt Seehundfleisch gab es dann doch wieder leckere T├╝tensuppe….)

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// Die ewige Baustelle

Mit meinen Islandfotos ging es etwas schleppend voran… Grund daf├╝r ist das Foto dieses Beitrages.
Ich lasse das jetzt einfach auch – so langsam kann ich es nicht mehr sehen ­čśë
Mittlerweile sitze ich da schon unz├Ąhlige Stunden dran und wei├č immer noch nicht so recht, was ich mit dem rechten Fl├╝gel machen soll.

Mal zu dunkel, mal zu hell (und damit “amputiert”) – irgendwie wird es nichts. Einfach einen Sekundenbruchteil zu fr├╝h oder zu sp├Ąt ausgel├Âst. Hmpf.

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// Herbst

Ich habe ja einen regelrechten “Fotostau” – zuviele Fotos sind aus dem Urlaub noch in der Warteschleife und neue kommen jede Woche dazu…

Island ist noch nicht ganz fertig – da kommen noch viele. Aber bevor die Herbstfotos im Fr├╝hjahr kommen, gibt es jetzt mal einen kleinen Abstecher in die hiesigen Gebiete ­čśë

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