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// Tutorial: Fotos in sozialen Netzwerken einbinden verhindern

Dieses Tutorial richtet sich sowohl an Fotografen, die eine Verbreitung ihrer Fotos in sozialen Netzwerken einschr├Ąnken m├Âchten als auch Blogger, die Fotos aus Stockarchiven verwenden. Nicht selten kollidieren die AGB der Stockarchive mit den AGB diverser sozialer Netzwerke. Gleiches gilt auch f├╝r einige Creative Common-Lizenzen (CC). Dies birgt einiges Konfliktpotential und kann unter Umst├Ąnden zu einer Abmahnung f├╝hren. In diesem Tutorial zeige ich diverse Code-Schnipsel, die eine Verbreitung von Blogartikeln erlauben, ohne da├č gegen die Bildrechte versto├čen wird und gehe auf einige AGB/ ToS von ausgew├Ąhlten sozialen Netzwerken ein.

Dieser Artikel ist noch kein Jahr alt, und schon gibt es ein erstes Urteil zu den hier erw├Ąhnten Problemen. Hier hei├čt es zum Beispiel: “(…) Selbst wenn [die Facebooknutzer] abgemahnt werden sollten, weil zum Beispiel ohne Zustimmung des Fotografen Vorschaubilder ├╝ber Facebook verbreitet werden, k├Ânnen sie den urspr├╝nglichen Blog-Betreiber mit dem Argument in Regress nehmen(..)”.
Da greift dann wohl die Verletzerkette: Blogger A erlaubt Besucher B, einen Artikel mit Vorschaubild zu teilen, Besucher B wird abgemahnt und reicht die Kosten an Blogger A weiter. Im Endeffekt nichts Neues – das war rechtlich schon immer m├Âglich. Allerdings d├╝rfte das Besucher B wenig bis gar nichts nutzen, denn wenn ein Artikel zig mal geteilt wurde, bleibt Blogger A wohl nur der Weg in die Privatinsolvenz. Was das f├╝r Besucher B hei├čt, kann sich jeder selber ausrechnen…

Wichtig: Ich ├╝bernehme keine Haftung, wenn diese Code-Schnipsel nicht funktionieren sollten oder sich die Technik der sozialen Netzwerke ├Ąndert!

Inhalte in sozialen Medien zu teilen, ist heutzutage quasi “normal” geworden. Was beim Teilen von Inhalten oft nicht beachtet wird, sind die AGB/ ToS der jeweiligen Dienste. Diese laufen zum Teil den Urheberrechten zuwider. In den Facebook-AGB hei├čt es zum Beispiel:

2.Teilen deiner Inhalte und Informationen

1. F├╝r Inhalte wie Fotos und Videos, die unter die Rechte an geistigem Eigentum (sog. ÔÇ×IP-InhalteÔÇť) fallen, erteilst du uns durch deine Privatsph├Ąre- und App-Einstellungen die folgende Erlaubnis: Du gibst uns eine nicht-exklusive, ├╝bertragbare, unterlizenzierbare, geb├╝hrenfreie, weltweite Lizenz zur Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest (ÔÇ×IP-LizenzÔÇť). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto l├Âschst, au├čer deine Inhalte wurden mit anderen Nutzern geteilt und diese haben die Inhalte nicht gel├Âscht.

Quelle

In den Facebook-AGB gibt es zwar eine Einschr├Ąnkung bez├╝glich des Wohnsitzes in Deutschland (Wohnsitz, nicht IP) – aber so schnell, wie sich Inhalte auf Facebook verbreiten, ist das ├Ąu├čerst nichtssagend f├╝r mein Empfinden.

Mit anderen Worten: was einmal auf Facebook ist, “geh├Ârt” Facebook und Facebook kann damit machen, was es will. Auf Recht am Bild wird im Detail auf diesen Passus der Facebook-Nutzungsbedingungen eingegangen.

Hier zwei Beispiele, wie in der Vergangenheit auf derartigen Plattformen mit den Fotos der Nutzer umgegangen wurde (Instagram knickte nach Protesten jedoch ein):

  • Twitpic
  • Instagram
  • F├╝r Fotografen und andere Kreative ist diese “Willk├╝r” eine ├Ąu├čerst unsch├Âne Situation. Entziehen kann man sich dem kaum, wenn jeder zu jeder Zeit die Inhalte mit wenigen Mausklicks teilen kann. Die Absichten der (Blog-) Leser m├Âgen zwar die Besten sein (“etwas Gutes weiterempfehlen”), aber der Schaden, der mit dieser gedankenlosen Teilerei angerichtet werden kann, ist nicht immer im Sinne des Fotografen/ K├╝nstlers.

    Ich pers├Ânlich sehe es sehr pragmatisch: das sind milliardenschwere Gro├čkonzerne, die mit meiner Arbeit nicht noch mehr Geld scheffeln brauchen. Ein Herr Zuckerberg w├╝rde mir schlie├člich auch nicht das n├Ąchste Objektiv zahlen, oder? ­čśë

    Dieser Artikel zeigt L├Âsungen, die dies – wenn schon nicht verhindern – so doch wenigstens mehr oder weniger stark einschr├Ąnken.

    Allgemein: der erste “Schutzwall”

    In der allerersten Zeile des Quelltextes sollte unmittelbar nach dem <head>-Tag folgende Codezeile stehen:

    <link rel="image_src" href="http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg"/>

    Mit dieser Zeile wird ein Standardbild angezeigt, wenn Dein Blogartikel geteilt wird.

    Als zweites kommt in das Stylesheet (z.B. style.css) folgende Zeile:

    .nodisplay{display:none}

    Dies legt eine Klasse f├╝r ein “unsichtbares” Bild ein, welches unmittelbar nach dem <body>-Tag eingef├╝gt wird:

    <img src="http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg" class="nodisplay" alt="Alt-Text" width="100" height="100" />

    Besucher bekommen dieses Bild nicht zu sehen, die Crawler der Social-Media “sehen” diese Grafik jedoch und mit etwas Gl├╝ck wird eine von den beiden Grafiken als Vorschaubild verwendet.
    Diese beiden Code-Schnipsel sind nur ein grober Schutz – bei den meisten Social Media reicht das noch nicht!

    Facebook und Google+

    Facebook und Google+ lassen sich vergleichsweise einfach blocken. Zu Beginn des Quelltextes wird ein Codeschnipsel eingef├╝gt.

    Hierzu wird das Open Graph Protokoll verwendet.

    Dieser Code wird in der zweiten Zeile des Quelltextes eingef├╝gt.

    <meta property="og:title" content="Blogtitel - Seitentitel " />
    <meta property="og:url" content="http://www.deine-domain.de/" />
    <meta property="og:description" content="Blogbeschreibung"/>
    <meta property="og:image" content="http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg" />
    <meta property="og:image:width" content="400" />
    <meta property="og:image:height" content="400" />

    In WordPress wird einfach dieser Code in die header.php eingef├╝gt:

    <meta property="og:title" content="<?php bloginfo('name'); ?/> - < ?php single_post_title(); ?>" />
    <meta property="og:url" content="<?php the_permalink() ?/>" />
    <meta property="og:description" content="<?php bloginfo('description'); ?/>">
    <meta property="og:image" content="<?php bloginfo('url'); ?/>/deinbild.jpg" />
    <meta property="og:image:width" content="400" />
    <meta property="og:image:height" content="400" />

    Hinweis Manche Plug-Ins f├╝gen einen ├Ąhnlichen Code mit anderen Standardeinstellungen ein (ein Modul von Jetpack oder All in One SEO sind so Kandidaten). Facebook sucht sich dann den Code aus, der besser “gef├Ąllt” – im Zweifelsfall ist das nicht der gew├╝nschte.

    Das Standard-Thumbnail sollte derzeit mindestens 200 * 200 Pixel gro├č sein. Die Gr├Â├če ├Ąndert sich aber laufend und wenn das Vorschaubild zu klein ist, wird stattdessen das Foto im Artikel angezeigt. Es lohnt sich also, das ganze Konstrukt regelm├Ą├čig mit dem Facebook-Debugger zu ├╝berpr├╝fen.

    Im Falle von Facebook kann es einige Tage dauern, bis diese ├änderungen bzw. Erg├Ąnzungen im Quelltext wirksam werden. Hier ist also Geduld gefragt.

    Vorschaubild auf Facebook ├Ąndern

    Rich Snippets

    Rich Snippets teilen Suchmaschinen mit, welche Inhalte in den Suchergebnissen angezeigt werden sollen. Hierf├╝r stehen Elemente wie Beschreibung, Vorschaubild, Titel, Bewertungen u.v.m. zur Verf├╝gung.
    Das Vorschaubild l├Ą├čt sich mit WordPress mit folgenden Code an geeigneter Stelle definieren (vorzugsweise dort, wo die Socialmedia-Buttons sind: abh├Ąngig vom Theme kann dies die Header.php sein oder auch jeweils in der index.php, archive.php, single.php, page.php usw. ):

    <img itemprop="image" src="<?php bloginfo('url'); ?>/DEIN-BILD.jpg" width="250" height="250" alt="BILDBESCHREIBUNG" />

    Ein Test-Tool f├╝r diese strukturierten Daten gibt es in den Webmastertools von Google: Link

    Twitter

    In den Terms Of Service von Twitter hei├čt es:

    Durch ├ťbermittlung, Ver├Âffentlichung oder Anzeigen von Inhalten ├╝ber die Dienste gew├Ąhren Sie uns eine weltweite, nicht exklusive, unentgeltliche Lizenz (mit dem Recht zur Unterlizenzierung), diese Inhalte in s├Ąmtlichen Medien und ├╝ber s├Ąmtliche Verbreitungswege, die gegenw├Ąrtig bekannt sind oder in Zukunft bekannt sein werden, zu verwenden, zu vervielf├Ąltigen, zu reproduzieren, zu verarbeiten, anzupassen, abzu├Ąndern (!!!), zu ver├Âffentlichen, zu ├╝bertragen, anzuzeigen und zu verbreiten.

    [Link, Hervorhebungen von mir.]

    Insbesondere der Passus “gew├Ąhren Sie uns eine weltweite, nicht exklusive, unentgeltliche Lizenz diese Inhalte (…) anzupassen, abzu├Ąndern (…)” ist interessant: eine Ver├Âffentlichung einer Creative Commons “BY-ND” (Namensnennung, keine Bearbeitung) auf Twitter kollidiert mit diesen ToS. Eine BY-NC-ND (Namensnennung, Nicht-Kommerziell, keine Bearbeitung – also die eingeschr├Ąnkteste Lizenz) kollidiert ├╝brigens mit so gut wie allen sozialen Netzwerken – und ja: auch das kann abgemahnt werden.

    Kleiner Exkurs: Hier ├╝brigens eine sehr lesenswerte Bewertung, ab wann “NC” als kommerziell gilt.

    Als Fotograf gebe ich mir M├╝he mit dem Bildausschnitt (der im Optimalfall auch noch wesentlicher Bestandteil der Bildaussage ist) und dann soll Twitter daran dilettantisch rumschnippeln d├╝rfen?! N├Â. Twitter setzt hier also noch einen drauf auf die Facebook-Gepflogenheiten. Eine Bildbearbeitung erlaubt sich Facebook bisher noch nicht…

    F├╝r Twitter gibt es sogenannte “Twitter-Cards”. Damit lassen sich auch Vorschaubilder vorgeben. Der Code f├╝r ein vordefiniertes Logo sieht f├╝r WordPress so aus:


    <meta name="twitter:card" content="summary">
    <meta name="twitter:site" content="@DEIN-TWITTERNAME">
    <meta name="twitter:title" content="<?php single_post_title(); ?>">
    <meta name="twitter:description" content="<?php bloginfo('description'); ?>">
    <meta name="twitter:creator" content="@DEIN-TWITTERNAME">
    <meta name="twitter:image:src" content="<?php bloginfo('url'); ?>/DEIN-BILD.jpg">
    <meta name="twitter:domain" content="http://www.DEINE-DOMAIN.DE">

    Eine ├ťbersicht ├╝ber s├Ąmtliche m├Âglichen Twittercards (Summary Card [Beispiel-Code], Summary Card with Large Image, Photo Card, Gallery Card, App Card, Player Card, Product Card) gibt es hier. Dort erh├Ąlt man auch den entsprechenden Code f├╝r die diversen Twittercards und nach der Validierung wird Deine Seite von Twitter freigeschaltet. Laut Twitter kann dies einige Wochen dauern, bei mir war es eine Sache von 15 Minuten.

    Pinterest

    Pinterest ist auf gut Deutsch gesagt ausgesprochen hinterfotzig. Was heute funktioniert, funktioniert ein paar Stunden sp├Ąter nicht mehr.

    Die offiziell von Pinterest vorgeschlagene Code-Zeile

    <meta name="pinterest" content="nopin" />

    funktioniert nicht (mehr).

    F├╝r Pinterest mu├č man sehr tief in die Trickkiste greifen und wahrscheinlich artet das in ein ewiges Katz-und Mausspiel aus. Es gibt mittlerweile ganze Blogs zu dem Thema – Creators Against Pinterest ist eines davon.

    Letzlich scheint nur die Radikalmethode zu helfen: einen Blick in die Statistik werfen und in dieser nach den Pinterest-Crawlern zu suchen. Die meisten laufen unter ec2-54-204-69-84.compute-1.amazonaws.com, wobei die Zeichenkette vor “compute-1” variieren kann.

    Mir dezeit bekannte IPs sind in nachfolgenden Code aufgef├╝hrt, welcher in die .htaccess des Bilder-Verzeichnisses (!!!) kommt (keine Garantie auf Vollst├Ąndigkeit):

    # Pinterest den Zugriff auf den Foto-Ordner verweigern
    ErrorDocument 403 http://www.deine-domain.de/alternativseite.html
    <Limit GET HEAD POST>
    order allow,deny
    deny from 23.22.120.214
    deny from 54.196.60.100
    deny from 54.196.82.49
    deny from 54.196.100.167
    deny from 54.196.192.230
    deny from 54.196.188.116
    deny from 54.196.94.206
    deny from 54.197.51.122
    deny from 54.197.92.175
    deny from 54.204.106.131
    deny from 54.205.128.232
    deny from 54.224.112.178
    deny from 54.224.176.158
    deny from 54.234.114.213
    deny from 54.234.163.223
    deny from 54.237.47.247
    deny from 54.237.99.130
    deny from 54.237.115.108
    deny from 184.72.71.73
    deny from 184.73.99.4
    allow from all
    </LIMIT>

    In die Alternativseite kann wieder das Standard-Thumbnail eingebunden werden. Zus├Ątzlich fand ich diese Idee von Creators Against Pinterest ganz nett ­čśë
    Der Code f├╝r die .htaccess in diesem erw├Ąhnten Blogeintrag funktionierte aber bei mir nicht (mehr?).

    HinweisEinen IP-Range ├╝ber die .htaccess sperren ist zwar naheliegend, an dieser Stelle jedoch nicht sinnvoll: Eine kurze Recherche zeigt, da├č diese IPs zu amazonaws geh├Âren. Amazonaws steht f├╝r Amanzon Web Services. ├ťber diese Server l├Ąuft zum Beispiel auch der Feedreader von “Digg”. In der aufsteigend sortierten IP-Auflistung w├Ąre der irgendwo in der Mitte (lt. meiner Blogstatistiken).
    Feed-Leser aussperren ist nun nicht unbedingt im Sinne eines Bloggers. Andererseits ist dies ein sch├Ânes Beispiel, wie vernetzt und verknotet (und vor allem un├╝bersichtlich) das Internet heute ist.

    Als zweites f├╝gte ich diese Code-Zeilen in die .htaccess ein:

    RewriteEngine on
    # Options +FollowSymlinks
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} pinterest\.com [NC]
    RewriteRule .* - [F]

    Zus├Ątzlich (aller guten Dinge sind drei) kommt noch ein WordPress-Plugin zum Einsatz: WP-Ban.

    In das Feld Banned User Agents habe ich nachfolgende Zeilen eingetragen:

    *pinterest*
    Pinterest
    pinterest

    Dadurch sollte der Pinterest-Crawler auf die Ban-Seite des Plugins weitergeleitet werden. Dort k├Ânnen ebenfalls Bilder eingef├╝gt werden, die anstelle des gepinnten Fotos angezeigt werden.

    Erst durch diese DREI (!) Ma├čnahmen war es m├Âglich, ein Teilen meiner Fotos auf Pinterest zu verhindern und stattdessen ein Standardbild anzeigen zu lassen. Eine Ma├čnahme alleine war nicht ausreichend. Pinterest ist in diesem Punkt ausgesprochen widerspenstig!

    Fotoklau auf Pinterest verhindern

    Aus Programmierersicht ziehe ich einerseits wirklich den Hut vor dieser Leistung – aus Urhebersicht ist dieser Code jedoch ein Schlag in die Fresse: es wird gnadenlos ausgeschlachtet, was an Informationen vorhanden ist. Der Crawler fri├čt sich quasi durch den Quelltext der Webseite und gibt jede Bild-Datei aus, w├Ąhrend gleichzeitig auch die Webseitenstruktur (Ordner) analysiert wird. Diese Infos werden wiederum durchforstet und jede Bild-Datei wird zum Pinnen angezeigt. Beim Anpinnen wird eine physische Kopie erzeugt, die dann auf dem Server von Pinterest liegt.
    Um dies zu verhindern, mu├č man wirklich an mehreren Stellen ansetzten. ├ťbel. Richtig ├╝bel. Und gleichzeitig ist dieser Code genial…

    Hotlinking verhindern

    Eine weitere Unart im Internet ist das Hotlinkung. Es wird also nicht das geklaute Foto auf dem eigenen Webspace gespeichert sondern auf das Original-Foto auf dem fremden Webspace verlinkt. Die Kosten f├╝r den zus├Ątzlichen Traffic gehen zu Lasten des Urhebers.

    Auch wenn das Foto bei dieser Variante auf dem Webspace des Urhebers bleibt gilt dies immer noch als Urheberrechtsverletzung. “Inhalte zueigen machen” hei├čt das Zauberwort.

    Verhindern l├Ą├čt sich dieses Hotlinking ├╝ber einen Eintrag in die .htaccess:

    #Hotlinking
    <IfModule mod_rewrite.c>
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://www\.deine-domain\.de.*$ [NC]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://www\.andere-domain1\.org.*$ [NC]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://www\.andere-domain2\.com.*$ [NC]
    RewriteCond %{REQUEST_URI} !^.*dein-bild\.jpg$ [NC]
    RewriteRule ^.*\.(gif|jpg|png|jpeg)$ http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg [NC,R,L]
    </IfModule>

    (In den Zeilen 6 und 7 stehen Deine weiteren Domains bzw. Domains, die auf Deine Fotos zugreifen d├╝rfen. Kann beliebig erweitert werden: jede Domain eine neue Zeile)

    Dieser Code l├Ą├čt ausreichend Raum f├╝r infantile Sp├Ą├če: in der vorletzten Zeile kann das hotverlinkte Bild auf dem fremden Webspace ausgetauscht werden, w├Ąhrend auf der eigenen Webseite das Originalbild weiterhin angezeigt wird. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt: wenn das Thema der fremden Webseite vegetarische Kochrezepte sind, kann als Alternativbild durchaus ein saftiges Steak angezeigt werden – die Besucher der betreffenden Webseite werden es Dir danken ­čśł

    Don’t Be Evil: Google-Foto-Indizierung verhindern

    Zu Beginn dieses Abschnittes ein Zitat aus den Reihen von Google:

    Google Senior VP Rosenberg emailed CEO Schmidt and co-founders Page and Brin and advised ÔÇťPressure premium content providers to change their model towards freeÔÇŽ adopt an or else stance re prosecution of copyright infringement elsewhereÔÇŽ threaten a change in copyright policy and use threat to get deal sign-up.ÔÇŁ (SUF 161)

    (Quelle)

    Unter “Premium content provider” kann man sich vorstellen, was man mag. Ich interpretiere das als “Urheber”. Daf├╝r spricht, da├č Google massiv Stimmung gegen das Urheberrecht betreibt. Dies wird schon anhand des gesperrten Videos auf Youtube bemerkbar. Der Streit zwischen GEMA und Youtube (aka Google) ist mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar, aber Klagen seitens der GEMA gegen Youtube aufgrund falscher Sperrtafeln verwundern mich pers├Ânlich nach obigen Zitat nicht mehr.

    Dazu kommt noch: der Satz in der neuen Google-Bilder-Suche “Dieses Foto ist m├Âglicherweise urheberrechtlich gesch├╝tzt” (google.com oder im deutschsprachigen Raum google.at) ist sachlich falsch: jedes Foto ist urheberrechtlich gesch├╝tzt. Wirklich jedes.

    Weiterf├╝hrende Links: S. Niggemeier schreibt ├╝ber die Google-Bildersuche und auf Image and Viev gibt es eine ausf├╝hrliche Linksammlung ├╝ber den Umgang mit Fotos in sozialen Netzwerken.

    Unter diesen Vorzeichen ist man m.E. gut beraten, seine Fotos von der Suchmaschinen-Indizierung auszuschlie├čen.

    Hier hilft zun├Ąchst ein Eintrag in die robots.txt, mit welcher der Zugriff von Crawlern auf den Foto-Ordner ausgeschlossen wird:

    User-Agent: *
    Disallow: http://www.deine-domain.de/dein-foto-ordner/

    Allerdings ignorieren Crawler diesen Ordner hin und wieder (auch die Suchmaschinen halten sich unter bestimmten Voraussetzungen nicht daran), deshalb gibt es noch einen Eintrag in die .htaccess:


    IndexIgnore *.jpg

    und/ oder:


    # keine bilder indizieren
    <IfModule mod_headers.c>
    <FilesMatch "\.(jpg|png|gif)$">
    Header set X-Robots-Tag "noindex"
    </FilesMatch>
    </IfModule>

    HinweisDer Nachteil soll an dieser Stelle nat├╝rlich nicht unerw├Ąhnt bleiben: Bilder-SEO ist nach Einf├╝gen dieser Codes nicht mehr m├Âglich. Daf├╝r bleibt mehr Zeit f├╝r das eigentliche Hobby – die Fotografie. Auch nicht schlecht, oder?

    Eine andere M├Âglichkeit w├Ąre, das Foto in den Suchmaschinen mit einem gr├Â├čeren Wasserzeichen oder in schlechterer Qualit├Ąt auszugeben. Allerdings hat Google etwas gegen ein derartiges Vorgehen.

    Hier der Vollst├Ąndigkeit halber der Code f├╝r die .htaccess, um ein Alternativbild anzuzeigen


    <ifmodule mod_rewrite.c>
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -f
    RewriteCond %{REQUEST_URI} !^/ALTERNATIVBILD/DEIN-BILD.JPG$
    RewriteRule \.(jpg|gif|png)$ - [NC,C]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} \.FREMDE-DOMAIN\.de [NC,OR]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} \.FOTODIEB-DOMAIN\.de [NC,OR]
    RewriteRule ./ALTERNATIVBILD/DEIN-BILD.JPG [T=image/gif,L]
    </ifmodule>

    Fazit

    Teilen mag ja sch├Ân und gut sein – aber aufgrund zweifelhafter AGB ist dies bei bestimmten Inhalten (vor allem die, die arbeits- oder kostenintensiv waren) nicht immer w├╝nschenswert. Wenn man sich die AGB der einschl├Ągigen Social Media einmal genauer durchliest, merkt man schnell, da├č die Behauptung “Sharing is Caring” nicht stimmt und nur den ohnehin schon ├╝berm├Ąchtigen Internetgiganten nutzt. Mit diesen Ma├čnahmen lassen sich jedoch die gr├Âbsten Patzer z.Zt. verhindern oder wenigstens stark einschr├Ąnken.

    Es ist reichlich unversch├Ąmt, da├č dieser Aufwand getrieben werden mu├č, um ein unerw├╝nschtes Teilen in den sozialen Netzwerken zu verhindern. Wesentlich besser w├Ąre der umgekehrte Weg: eine einfache Codezeile, mit der das Teilen erlaubt wird. Dies d├╝rfte aber kaum den wirtschaftlichen Interessen der “sozialen” Netzwerke entsprechen.

    Besser als in diesem Forenbeitrag kann man die Problematik m.E. nicht formulieren.

    Linktips

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