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// Tutorial: Fotos in sozialen Netzwerken einbinden verhindern

Dieses Tutorial richtet sich sowohl an Fotografen, die eine Verbreitung ihrer Fotos in sozialen Netzwerken einschränken möchten als auch Blogger, die Fotos aus Stockarchiven verwenden. Nicht selten kollidieren die AGB der Stockarchive mit den AGB diverser sozialer Netzwerke. Gleiches gilt auch für einige Creative Common-Lizenzen (CC). Dies birgt einiges Konfliktpotential und kann unter Umständen zu einer Abmahnung führen. In diesem Tutorial zeige ich diverse Code-Schnipsel, die eine Verbreitung von Blogartikeln erlauben, ohne daß gegen die Bildrechte verstoßen wird und gehe auf einige AGB/ ToS von ausgewählten sozialen Netzwerken ein.

Dieser Artikel ist noch kein Jahr alt, und schon gibt es ein erstes Urteil zu den hier erwähnten Problemen. Hier heißt es zum Beispiel: “(…) Selbst wenn [die Facebooknutzer] abgemahnt werden sollten, weil zum Beispiel ohne Zustimmung des Fotografen Vorschaubilder über Facebook verbreitet werden, können sie den ursprünglichen Blog-Betreiber mit dem Argument in Regress nehmen(..)”.
Da greift dann wohl die Verletzerkette: Blogger A erlaubt Besucher B, einen Artikel mit Vorschaubild zu teilen, Besucher B wird abgemahnt und reicht die Kosten an Blogger A weiter. Im Endeffekt nichts Neues – das war rechtlich schon immer möglich. Allerdings dürfte das Besucher B wenig bis gar nichts nutzen, denn wenn ein Artikel zig mal geteilt wurde, bleibt Blogger A wohl nur der Weg in die Privatinsolvenz. Was das für Besucher B heißt, kann sich jeder selber ausrechnen…

Wichtig: Ich übernehme keine Haftung, wenn diese Code-Schnipsel nicht funktionieren sollten oder sich die Technik der sozialen Netzwerke ändert!

Inhalte in sozialen Medien zu teilen, ist heutzutage quasi “normal” geworden. Was beim Teilen von Inhalten oft nicht beachtet wird, sind die AGB/ ToS der jeweiligen Dienste. Diese laufen zum Teil den Urheberrechten zuwider. In den Facebook-AGB heißt es zum Beispiel:

2.Teilen deiner Inhalte und Informationen

1. Für Inhalte wie Fotos und Videos, die unter die Rechte an geistigem Eigentum (sog. „IP-Inhalte“) fallen, erteilst du uns durch deine Privatsphäre- und App-Einstellungen die folgende Erlaubnis: Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz zur Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest („IP-Lizenz“). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löschst, außer deine Inhalte wurden mit anderen Nutzern geteilt und diese haben die Inhalte nicht gelöscht.

Quelle

In den Facebook-AGB gibt es zwar eine Einschränkung bezüglich des Wohnsitzes in Deutschland (Wohnsitz, nicht IP) – aber so schnell, wie sich Inhalte auf Facebook verbreiten, ist das äußerst nichtssagend für mein Empfinden.

Mit anderen Worten: was einmal auf Facebook ist, “gehört” Facebook und Facebook kann damit machen, was es will. Auf Recht am Bild wird im Detail auf diesen Passus der Facebook-Nutzungsbedingungen eingegangen.

Hier zwei Beispiele, wie in der Vergangenheit auf derartigen Plattformen mit den Fotos der Nutzer umgegangen wurde (Instagram knickte nach Protesten jedoch ein):

  • Twitpic
  • Instagram
  • Für Fotografen und andere Kreative ist diese “Willkür” eine äußerst unschöne Situation. Entziehen kann man sich dem kaum, wenn jeder zu jeder Zeit die Inhalte mit wenigen Mausklicks teilen kann. Die Absichten der (Blog-) Leser mögen zwar die Besten sein (“etwas Gutes weiterempfehlen”), aber der Schaden, der mit dieser gedankenlosen Teilerei angerichtet werden kann, ist nicht immer im Sinne des Fotografen/ Künstlers.

    Ich persönlich sehe es sehr pragmatisch: das sind milliardenschwere Großkonzerne, die mit meiner Arbeit nicht noch mehr Geld scheffeln brauchen. Ein Herr Zuckerberg würde mir schließlich auch nicht das nächste Objektiv zahlen, oder? 😉

    Dieser Artikel zeigt Lösungen, die dies – wenn schon nicht verhindern – so doch wenigstens mehr oder weniger stark einschränken.

    Allgemein: der erste “Schutzwall”

    In der allerersten Zeile des Quelltextes sollte unmittelbar nach dem <head>-Tag folgende Codezeile stehen:

    <link rel="image_src" href="http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg"/>

    Mit dieser Zeile wird ein Standardbild angezeigt, wenn Dein Blogartikel geteilt wird.

    Als zweites kommt in das Stylesheet (z.B. style.css) folgende Zeile:

    .nodisplay{display:none}

    Dies legt eine Klasse für ein “unsichtbares” Bild ein, welches unmittelbar nach dem <body>-Tag eingefügt wird:

    <img src="http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg" class="nodisplay" alt="Alt-Text" width="100" height="100" />

    Besucher bekommen dieses Bild nicht zu sehen, die Crawler der Social-Media “sehen” diese Grafik jedoch und mit etwas Glück wird eine von den beiden Grafiken als Vorschaubild verwendet.
    Diese beiden Code-Schnipsel sind nur ein grober Schutz – bei den meisten Social Media reicht das noch nicht!

    Facebook und Google+

    Facebook und Google+ lassen sich vergleichsweise einfach blocken. Zu Beginn des Quelltextes wird ein Codeschnipsel eingefügt.

    Hierzu wird das Open Graph Protokoll verwendet.

    Dieser Code wird in der zweiten Zeile des Quelltextes eingefügt.

    <meta property="og:title" content="Blogtitel - Seitentitel " />
    <meta property="og:url" content="http://www.deine-domain.de/" />
    <meta property="og:description" content="Blogbeschreibung"/>
    <meta property="og:image" content="http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg" />
    <meta property="og:image:width" content="400" />
    <meta property="og:image:height" content="400" />

    In WordPress wird einfach dieser Code in die header.php eingefügt:

    <meta property="og:title" content="<?php bloginfo('name'); ?/> - < ?php single_post_title(); ?>" />
    <meta property="og:url" content="<?php the_permalink() ?/>" />
    <meta property="og:description" content="<?php bloginfo('description'); ?/>">
    <meta property="og:image" content="<?php bloginfo('url'); ?/>/deinbild.jpg" />
    <meta property="og:image:width" content="400" />
    <meta property="og:image:height" content="400" />

    Hinweis Manche Plug-Ins fügen einen ähnlichen Code mit anderen Standardeinstellungen ein (ein Modul von Jetpack oder All in One SEO sind so Kandidaten). Facebook sucht sich dann den Code aus, der besser “gefällt” – im Zweifelsfall ist das nicht der gewünschte.

    Das Standard-Thumbnail sollte derzeit mindestens 200 * 200 Pixel groß sein. Die Größe ändert sich aber laufend und wenn das Vorschaubild zu klein ist, wird stattdessen das Foto im Artikel angezeigt. Es lohnt sich also, das ganze Konstrukt regelmäßig mit dem Facebook-Debugger zu überprüfen.

    Im Falle von Facebook kann es einige Tage dauern, bis diese Änderungen bzw. Ergänzungen im Quelltext wirksam werden. Hier ist also Geduld gefragt.

    Vorschaubild auf Facebook ändern

    Rich Snippets

    Rich Snippets teilen Suchmaschinen mit, welche Inhalte in den Suchergebnissen angezeigt werden sollen. Hierfür stehen Elemente wie Beschreibung, Vorschaubild, Titel, Bewertungen u.v.m. zur Verfügung.
    Das Vorschaubild läßt sich mit WordPress mit folgenden Code an geeigneter Stelle definieren (vorzugsweise dort, wo die Socialmedia-Buttons sind: abhängig vom Theme kann dies die Header.php sein oder auch jeweils in der index.php, archive.php, single.php, page.php usw. ):

    <img itemprop="image" src="<?php bloginfo('url'); ?>/DEIN-BILD.jpg" width="250" height="250" alt="BILDBESCHREIBUNG" />

    Ein Test-Tool für diese strukturierten Daten gibt es in den Webmastertools von Google: Link

    Twitter

    In den Terms Of Service von Twitter heißt es:

    Durch Übermittlung, Veröffentlichung oder Anzeigen von Inhalten über die Dienste gewähren Sie uns eine weltweite, nicht exklusive, unentgeltliche Lizenz (mit dem Recht zur Unterlizenzierung), diese Inhalte in sämtlichen Medien und über sämtliche Verbreitungswege, die gegenwärtig bekannt sind oder in Zukunft bekannt sein werden, zu verwenden, zu vervielfältigen, zu reproduzieren, zu verarbeiten, anzupassen, abzuändern (!!!), zu veröffentlichen, zu übertragen, anzuzeigen und zu verbreiten.

    [Link, Hervorhebungen von mir.]

    Insbesondere der Passus “gewähren Sie uns eine weltweite, nicht exklusive, unentgeltliche Lizenz diese Inhalte (…) anzupassen, abzuändern (…)” ist interessant: eine Veröffentlichung einer Creative Commons “BY-ND” (Namensnennung, keine Bearbeitung) auf Twitter kollidiert mit diesen ToS. Eine BY-NC-ND (Namensnennung, Nicht-Kommerziell, keine Bearbeitung – also die eingeschränkteste Lizenz) kollidiert übrigens mit so gut wie allen sozialen Netzwerken – und ja: auch das kann abgemahnt werden.

    Kleiner Exkurs: Hier übrigens eine sehr lesenswerte Bewertung, ab wann “NC” als kommerziell gilt.

    Als Fotograf gebe ich mir Mühe mit dem Bildausschnitt (der im Optimalfall auch noch wesentlicher Bestandteil der Bildaussage ist) und dann soll Twitter daran dilettantisch rumschnippeln dürfen?! Nö. Twitter setzt hier also noch einen drauf auf die Facebook-Gepflogenheiten. Eine Bildbearbeitung erlaubt sich Facebook bisher noch nicht…

    Für Twitter gibt es sogenannte “Twitter-Cards”. Damit lassen sich auch Vorschaubilder vorgeben. Der Code für ein vordefiniertes Logo sieht für WordPress so aus:


    <meta name="twitter:card" content="summary">
    <meta name="twitter:site" content="@DEIN-TWITTERNAME">
    <meta name="twitter:title" content="<?php single_post_title(); ?>">
    <meta name="twitter:description" content="<?php bloginfo('description'); ?>">
    <meta name="twitter:creator" content="@DEIN-TWITTERNAME">
    <meta name="twitter:image:src" content="<?php bloginfo('url'); ?>/DEIN-BILD.jpg">
    <meta name="twitter:domain" content="http://www.DEINE-DOMAIN.DE">

    Eine Übersicht über sämtliche möglichen Twittercards (Summary Card [Beispiel-Code], Summary Card with Large Image, Photo Card, Gallery Card, App Card, Player Card, Product Card) gibt es hier. Dort erhält man auch den entsprechenden Code für die diversen Twittercards und nach der Validierung wird Deine Seite von Twitter freigeschaltet. Laut Twitter kann dies einige Wochen dauern, bei mir war es eine Sache von 15 Minuten.

    Pinterest

    Pinterest ist auf gut Deutsch gesagt ausgesprochen hinterfotzig. Was heute funktioniert, funktioniert ein paar Stunden später nicht mehr.

    Die offiziell von Pinterest vorgeschlagene Code-Zeile

    <meta name="pinterest" content="nopin" />

    funktioniert nicht (mehr).

    Für Pinterest muß man sehr tief in die Trickkiste greifen und wahrscheinlich artet das in ein ewiges Katz-und Mausspiel aus. Es gibt mittlerweile ganze Blogs zu dem Thema – Creators Against Pinterest ist eines davon.

    Letzlich scheint nur die Radikalmethode zu helfen: einen Blick in die Statistik werfen und in dieser nach den Pinterest-Crawlern zu suchen. Die meisten laufen unter ec2-54-204-69-84.compute-1.amazonaws.com, wobei die Zeichenkette vor “compute-1” variieren kann.

    Mir dezeit bekannte IPs sind in nachfolgenden Code aufgeführt, welcher in die .htaccess des Bilder-Verzeichnisses (!!!) kommt (keine Garantie auf Vollständigkeit):

    # Pinterest den Zugriff auf den Foto-Ordner verweigern
    ErrorDocument 403 http://www.deine-domain.de/alternativseite.html
    <Limit GET HEAD POST>
    order allow,deny
    deny from 23.22.120.214
    deny from 54.196.60.100
    deny from 54.196.82.49
    deny from 54.196.100.167
    deny from 54.196.192.230
    deny from 54.196.188.116
    deny from 54.196.94.206
    deny from 54.197.51.122
    deny from 54.197.92.175
    deny from 54.204.106.131
    deny from 54.205.128.232
    deny from 54.224.112.178
    deny from 54.224.176.158
    deny from 54.234.114.213
    deny from 54.234.163.223
    deny from 54.237.47.247
    deny from 54.237.99.130
    deny from 54.237.115.108
    deny from 184.72.71.73
    deny from 184.73.99.4
    allow from all
    </LIMIT>

    In die Alternativseite kann wieder das Standard-Thumbnail eingebunden werden. Zusätzlich fand ich diese Idee von Creators Against Pinterest ganz nett 😉
    Der Code für die .htaccess in diesem erwähnten Blogeintrag funktionierte aber bei mir nicht (mehr?).

    HinweisEinen IP-Range über die .htaccess sperren ist zwar naheliegend, an dieser Stelle jedoch nicht sinnvoll: Eine kurze Recherche zeigt, daß diese IPs zu amazonaws gehören. Amazonaws steht für Amanzon Web Services. Über diese Server läuft zum Beispiel auch der Feedreader von “Digg”. In der aufsteigend sortierten IP-Auflistung wäre der irgendwo in der Mitte (lt. meiner Blogstatistiken).
    Feed-Leser aussperren ist nun nicht unbedingt im Sinne eines Bloggers. Andererseits ist dies ein schönes Beispiel, wie vernetzt und verknotet (und vor allem unübersichtlich) das Internet heute ist.

    Als zweites fügte ich diese Code-Zeilen in die .htaccess ein:

    RewriteEngine on
    # Options +FollowSymlinks
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} pinterest\.com [NC]
    RewriteRule .* - [F]

    Zusätzlich (aller guten Dinge sind drei) kommt noch ein WordPress-Plugin zum Einsatz: WP-Ban.

    In das Feld Banned User Agents habe ich nachfolgende Zeilen eingetragen:

    *pinterest*
    Pinterest
    pinterest

    Dadurch sollte der Pinterest-Crawler auf die Ban-Seite des Plugins weitergeleitet werden. Dort können ebenfalls Bilder eingefügt werden, die anstelle des gepinnten Fotos angezeigt werden.

    Erst durch diese DREI (!) Maßnahmen war es möglich, ein Teilen meiner Fotos auf Pinterest zu verhindern und stattdessen ein Standardbild anzeigen zu lassen. Eine Maßnahme alleine war nicht ausreichend. Pinterest ist in diesem Punkt ausgesprochen widerspenstig!

    Fotoklau auf Pinterest verhindern

    Aus Programmierersicht ziehe ich einerseits wirklich den Hut vor dieser Leistung – aus Urhebersicht ist dieser Code jedoch ein Schlag in die Fresse: es wird gnadenlos ausgeschlachtet, was an Informationen vorhanden ist. Der Crawler frißt sich quasi durch den Quelltext der Webseite und gibt jede Bild-Datei aus, während gleichzeitig auch die Webseitenstruktur (Ordner) analysiert wird. Diese Infos werden wiederum durchforstet und jede Bild-Datei wird zum Pinnen angezeigt. Beim Anpinnen wird eine physische Kopie erzeugt, die dann auf dem Server von Pinterest liegt.
    Um dies zu verhindern, muß man wirklich an mehreren Stellen ansetzten. Übel. Richtig übel. Und gleichzeitig ist dieser Code genial…

    Hotlinking verhindern

    Eine weitere Unart im Internet ist das Hotlinkung. Es wird also nicht das geklaute Foto auf dem eigenen Webspace gespeichert sondern auf das Original-Foto auf dem fremden Webspace verlinkt. Die Kosten für den zusätzlichen Traffic gehen zu Lasten des Urhebers.

    Auch wenn das Foto bei dieser Variante auf dem Webspace des Urhebers bleibt gilt dies immer noch als Urheberrechtsverletzung. “Inhalte zueigen machen” heißt das Zauberwort.

    Verhindern läßt sich dieses Hotlinking über einen Eintrag in die .htaccess:

    #Hotlinking
    <IfModule mod_rewrite.c>
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://www\.deine-domain\.de.*$ [NC]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://www\.andere-domain1\.org.*$ [NC]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://www\.andere-domain2\.com.*$ [NC]
    RewriteCond %{REQUEST_URI} !^.*dein-bild\.jpg$ [NC]
    RewriteRule ^.*\.(gif|jpg|png|jpeg)$ http://www.deine-domain.de/deinbild.jpg [NC,R,L]
    </IfModule>

    (In den Zeilen 6 und 7 stehen Deine weiteren Domains bzw. Domains, die auf Deine Fotos zugreifen dürfen. Kann beliebig erweitert werden: jede Domain eine neue Zeile)

    Dieser Code läßt ausreichend Raum für infantile Späße: in der vorletzten Zeile kann das hotverlinkte Bild auf dem fremden Webspace ausgetauscht werden, während auf der eigenen Webseite das Originalbild weiterhin angezeigt wird. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt: wenn das Thema der fremden Webseite vegetarische Kochrezepte sind, kann als Alternativbild durchaus ein saftiges Steak angezeigt werden – die Besucher der betreffenden Webseite werden es Dir danken 😈

    Don’t Be Evil: Google-Foto-Indizierung verhindern

    Zu Beginn dieses Abschnittes ein Zitat aus den Reihen von Google:

    Google Senior VP Rosenberg emailed CEO Schmidt and co-founders Page and Brin and advised “Pressure premium content providers to change their model towards free… adopt an or else stance re prosecution of copyright infringement elsewhere… threaten a change in copyright policy and use threat to get deal sign-up.” (SUF 161)

    (Quelle)

    Unter “Premium content provider” kann man sich vorstellen, was man mag. Ich interpretiere das als “Urheber”. Dafür spricht, daß Google massiv Stimmung gegen das Urheberrecht betreibt. Dies wird schon anhand des gesperrten Videos auf Youtube bemerkbar. Der Streit zwischen GEMA und Youtube (aka Google) ist mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar, aber Klagen seitens der GEMA gegen Youtube aufgrund falscher Sperrtafeln verwundern mich persönlich nach obigen Zitat nicht mehr.

    Dazu kommt noch: der Satz in der neuen Google-Bilder-Suche “Dieses Foto ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt” (google.com oder im deutschsprachigen Raum google.at) ist sachlich falsch: jedes Foto ist urheberrechtlich geschützt. Wirklich jedes.

    Weiterführende Links: S. Niggemeier schreibt über die Google-Bildersuche und auf Image and Viev gibt es eine ausführliche Linksammlung über den Umgang mit Fotos in sozialen Netzwerken.

    Unter diesen Vorzeichen ist man m.E. gut beraten, seine Fotos von der Suchmaschinen-Indizierung auszuschließen.

    Hier hilft zunächst ein Eintrag in die robots.txt, mit welcher der Zugriff von Crawlern auf den Foto-Ordner ausgeschlossen wird:

    User-Agent: *
    Disallow: http://www.deine-domain.de/dein-foto-ordner/

    Allerdings ignorieren Crawler diesen Ordner hin und wieder (auch die Suchmaschinen halten sich unter bestimmten Voraussetzungen nicht daran), deshalb gibt es noch einen Eintrag in die .htaccess:


    IndexIgnore *.jpg

    und/ oder:


    # keine bilder indizieren
    <IfModule mod_headers.c>
    <FilesMatch "\.(jpg|png|gif)$">
    Header set X-Robots-Tag "noindex"
    </FilesMatch>
    </IfModule>

    HinweisDer Nachteil soll an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben: Bilder-SEO ist nach Einfügen dieser Codes nicht mehr möglich. Dafür bleibt mehr Zeit für das eigentliche Hobby – die Fotografie. Auch nicht schlecht, oder?

    Eine andere Möglichkeit wäre, das Foto in den Suchmaschinen mit einem größeren Wasserzeichen oder in schlechterer Qualität auszugeben. Allerdings hat Google etwas gegen ein derartiges Vorgehen.

    Hier der Vollständigkeit halber der Code für die .htaccess, um ein Alternativbild anzuzeigen


    <ifmodule mod_rewrite.c>
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -f
    RewriteCond %{REQUEST_URI} !^/ALTERNATIVBILD/DEIN-BILD.JPG$
    RewriteRule \.(jpg|gif|png)$ - [NC,C]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} \.FREMDE-DOMAIN\.de [NC,OR]
    RewriteCond %{HTTP_REFERER} \.FOTODIEB-DOMAIN\.de [NC,OR]
    RewriteRule ./ALTERNATIVBILD/DEIN-BILD.JPG [T=image/gif,L]
    </ifmodule>

    Fazit

    Teilen mag ja schön und gut sein – aber aufgrund zweifelhafter AGB ist dies bei bestimmten Inhalten (vor allem die, die arbeits- oder kostenintensiv waren) nicht immer wünschenswert. Wenn man sich die AGB der einschlägigen Social Media einmal genauer durchliest, merkt man schnell, daß die Behauptung “Sharing is Caring” nicht stimmt und nur den ohnehin schon übermächtigen Internetgiganten nutzt. Mit diesen Maßnahmen lassen sich jedoch die gröbsten Patzer z.Zt. verhindern oder wenigstens stark einschränken.

    Es ist reichlich unverschämt, daß dieser Aufwand getrieben werden muß, um ein unerwünschtes Teilen in den sozialen Netzwerken zu verhindern. Wesentlich besser wäre der umgekehrte Weg: eine einfache Codezeile, mit der das Teilen erlaubt wird. Dies dürfte aber kaum den wirtschaftlichen Interessen der “sozialen” Netzwerke entsprechen.

    Besser als in diesem Forenbeitrag kann man die Problematik m.E. nicht formulieren.

    Linktips

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